Was kürzlich repariert wurde: zwei Löcher im Dach der Ostkuppel. Das Kunststoffdach war an zwei Stellen von außen durchbrochen, es wurde mit faserverstärktem Kunststoff geflickt und wieder weiß lackiert. Die Löcher waren in der Nähe des Kuppelspalts, vielleicht wurde versucht, hier Eis abzuschlagen, damit sich der Spalt öffnen läßt. Weiteres Spekulieren bringt nichts, aber vielleicht die Bitte, die Kuppeldächer im Winter nicht roh zu behandeln, denn bei den tiefen Temperaturen ist der Kunststoff, mit denen sie gedeckt sind, gegen Bruch anfällig.
Was gerade ansteht: Die Stahlgitter der Plattform auf der Etage der Kuppeln und des C14 lagern auf Hölzern in der Größe etwa von Zigarettenschachteln, die zusammen mit den Gittern in die Trägerbalken geschraubt sind. An vielen dieser Hölzer blättert die Farbe bzw. ist schon nicht mehr vorhanden. Es wäre sehr aufwändig, alle diese etwa 60 Hölzer einzeln zu demontieren, zu streichen und nach dem Trocknen wieder zu montieren. Wir haben uns daher entschieden, die Hölzer neu vorzufertigen, damit sie relativ schnell ersetzt werden können. 60 neue Hölzer, vorgebohrt und doppelt gestrichen liegen nun auf der Sternwarte, aber sie sind noch nicht montiert. Wir hoffen, dies noch in diesem Sommer zu schaffen, denn die Saison, in der Renovierungen möglich sind, kann schnell zu Ende sein; letztes Jahr hatten wir schon ab Ende Oktober Schnee.
Was bevorsteht: Das Holzgeländer der Treppe zum Eingang des Aufenthaltsraums ist schon stark verfallen. Zum Teil sind die Balken bis auf die Hälfte des Durchmessers vermodert. Dieses Geländer muß vollständig ersetzt werden. Dann braucht die Sternwarte wieder einen komplett neuen Anstrich. Auch der Verputz des Rundbaus, der vor einigen Jahren teilweise erneuert wurde, macht uns wieder größere Sorgen. Bäume versperren zunehmend die Sicht auf den Sternenhimmel usw. usw. Projekte für das nächste Jahr - wir zählen auf Ihre tatkräftige Hilfe.
Ulrich Schüly
Nein, das will ich nicht. Ich möchte aber auf dem Laufenden halten, die Sternwarte mehr ins Bewusstsein der Mitglieder rücken. Und ich möchte gerne anregen, selbst bei der Nutzung und Instandhaltung aktiver zu werden. Das steht durchaus auch im Zusammenhang mit dem Angebot eines regelmässigen, begleiteten Beobachtungsabends, über den in diesen Mitteilungen ja ebenfalls zu lesen ist. Es soll mehr Nutzung der Sternwarte und mehr Einsatz für diese Nutzung entstehen, denn man pflegt nur gerne, was man auch nutzt und dadurch wertschätzt. Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn informiert wird. Das wollen wir daher nun regelmäßig auch hier tun.
Ich habe im letzten Beitrag zur Sternwarte von den schadhaften Lagerhölzern unter dem Stahlgitterboden der Plattform berichtet. Diese zu ersetzen, haben Achim Schaller und ich an einem Herbstwochenende mit halbwegs brauchbarem Wetter tatsächlich noch geschafft. Inzwischen hatten wir ja schon wieder den ersten Schnee auf dem Schauinsland und die Saison der Außenarbeiten ist zu Ende. Weitere bereitliegende Hölzer für die Zwischenstufe der Treppe müssen daher vorerst noch warten. Aber wir sollten den Winter für die Vorbereitung weiterer Arbeiten, z.B. der Reparatur des Holzgeländers nutzen, auf die ich ebenfalls letztes Mal zu sprechen gekommen bin. Hier ist Hilfe bei der Bestandsaufnahme der zu ersetzenden Teile und bei deren Beschaffung sehr willkommen. Mitglieder, die sich hierfür engagieren möchten, mögen bitte mit mir in Verbindung treten.
Ulrich Schüly
Etwa zehn Mitglieder der Sternfreunde haben sich am 13. Januar auf der Sternwarte getroffen um einen Überblick über die anstehenden Arbeiten zu erhalten und um einige kleinere Reparaturen und Pflegearbeiten durchzuführen, die schon vorbereitet oder kurzfristig zu bewältigen waren. Dieses Treffen war sehr produktiv und wir konnten bei recht warmem Wetter eine ganze Reihe von Arbeiten erledigen. Die Liste reichte von der Inventarisierung in den Schränken, der Pflege der Montierungen in der Westkuppel und am C14 bis zur Reparatur der Kuppelöffnungen und nicht zuletzt der Reinigung des Gebäudes. Dennoch wurde bei weitem nicht nur gearbeitet, sondern das Ganze lief bei angenehmer Unterhaltung ab (man sieht sich ja recht selten und hat sich viel zu erzählen) und mündete im gemeinsamen, abendlichen Plausch im Aufenthaltsraum. Weil es so nett war und weil es noch genug zu tun gibt, findet der nächste "Basteltag" auf der Sternwarte am 19. Mai statt. Sie sind herzlich eingeladen, zur Hilfe zu kommen. Auch dieses Mal soll nicht nur die Arbeit auf dem Programm stehen. Wir hoffen, dass das Wetter schon warm genug ist, dass wir zum Abschluss grillen können. Im Juli wollen wir an weiteren Wochenenden auf den Schauinsland einladen. Dann sollen Malerarbeiten und weitere Reparaturen durchgeführt werden.
Ein weiteres Projekt, das gut vorangekommen ist, ist die Pflege des Waldes um die Sternwarte. In Absprache mit dem zuständigen Förster wurden einige Bäume beseitigt, in welche die Sternwarte einzuwachsen drohte. Diese Arbeiten haben Jürgen Gottschall und ein Landwirt aus seiner Nachbarschaft durchgeführt, denen ich an dieser Stelle herzlich danken möchte.
Ulrich Schüly
Für die Wochenenden des Juli waren Malarbeiten am Holzaufbau der Sternwarte geplant, doch hat das schlechte Wetter erst am letzten Julisamstag Aussenarbeiten erlaubt. Diese mussten daher spontan auf den August ausgedehnt werden, in dem ja eigentlich Schulferien und daher viele Familien in Urlaub sind. Dennoch konnten für jeden der Augustsamstage helfende Mitglieder der Sternfreunde gefunden werden, sodass die umfangreichen Aussenmalarbeiten abgeschlossen werden konnten. Es ist jedoch nicht bei Malarbeiten geblieben, auch das Celestron 14-Teleskop und die Alt-Montierung, auf der es steht, wurden inspiziert und gewartet. Nicht zuletzt wurde der Schrank, in dem das C14 untergebracht ist, dem Teleskop besser angepasst und neu gestrichen. Ausserdem wurde der Verputz der Ringmauer zwischen dem Dach des Aufenthaltsraums und der Plattform der Teleskope ausgebessert. Einige wenige Sternfreunde haben gleich mehrere Samstage ihre Freizeit geopfert und statt dessen bei der Renovierung der Sternwarte geholfen - einen besonders herzlichen Dank an diese fleißigen Helfer!
Ulrich Schüly
Ulrich Schüly