Im Erdgeschoss steht uns nun das sogenannte Optiklabor als Lagerraum für die Teleskope zur Verfügung, mit denen auf der Wiese beobachtet werden soll. Damit müssen Fernrohre und Zubehör nicht mehr umständlich aus der Sternwarte geholt werden, wo Abstellraum ohnehin sehr knapp ist. Auch die provisorische und in verschiedener Hinsicht problematische Unterbringung von Geräten im Eingangsbereich des Refraktorturms des Kiepenheuer-Instituts hat nun ein Ende. Und vielleicht wird ja die im Optiklabor verbliebene optische Bank eines Tages zu Experimenten genutzt, etwa zur Prüfung von Fernrohren mit dem "Bath-Interferometer".
Im Obergeschoss hatte bis vor kurzem der Hausmeister des Kiepenheuer-Instituts eine kleine Wohnung. Wir dürfen diese Räume nun als Aufenthaltsraum nutzen. Wer kein Luxus-Appartement erwartet, kann auch oben übernachten, wenn die Augen nach einer Beobachtungsnacht zu schwer für die Heimfahrt werden. Und eine weitere Erleichterung: Im Spektroheliographengebäude gibt es einen Wasseranschluss. Kaffee- oder Brauchwasser muss also nicht mehr in Kanistern mitgebracht werden.
Wir schulden dem Kiepenheuer-Institut und seinem Direktor Prof. Dr. Oskar von der Lühe für dieses großzügige und vertrauensvolle Entgegenkommen unseren allherzlichsten Dank. Es versteht sich von selbst, dass wir die uns überlassenen Räumlichkeiten pfleglich behandeln und sauber halten werden. Wenn gelegentlich etwas zu reparieren ist, werden wir das Unsrige dazu beitragen.
Gerne nehmen wir auch die Anregung des Kiepenheuer-Instituts auf, bei Anlässen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, wie z.B. beim Venusdurchgang oder beim Astronomietag, zusammenzuarbeiten. Die Erfahrungen zeigen, dass dieses Miteinander von Fach- und Amateurastronomen durchaus sinnvoll und fruchtbar ist.
Martin Federspiel