Sternfreunde erleben die Sonnenfinsternis

Pünktlich wie berechnet verdeckten Mond und dicke Wolken gegen Mittag des 11. August 1999 die Sonne. Für Millionen von Finsternistouristen verlief die als astronomisches Topereignis angekündigte totale Sonnenfinsternis eher enttäuschend. Sie - darunter auch einige Vereinsmitglieder, die sich nach Bitche in Lothringen aufgemacht hatten - standen unter dichten Wolken oder gar im Regen, als der Tag für kurze Zeit zur Nacht wurde. Es gab aber auch ein paar Sternfreunde, die die verfinsterte Sonne im entscheidenden Moment durch eine der wenigen Wolkenlücken beobachten konnten. Pechvögel und Glückspilze berichten von ihren Erlebnissen.

Und so sah die total verfinsterte Sonne für diejenigen aus, die eine Wolkenlücke erwischen konnten: Einige imposante himbeerrote Protuberanzen - eine davon freischwebend - standen rings um den tiefschwarzen Mond, darum herum der zarte Schimmer der Korona. Diese äußere Sonnenatmosphäre war von vielen auffälligen Linien, sogenannten Streamern durchzogen, die das Magnetfeld der Sonne nachzeichnen. Aufnahme: ESO (Garching) mit Radialfilter zur Überbrückung des Helligkeitskontrasts zwischen innerer und äußerer Korona.

Die Totale Sonnenfinsternis 1999 im Saarland (Judith Gasper)

Die Totale Sonnenfinsternis 1999 bei Rastatt (Jürgen Gottschall)

Die Totale Sonnenfinsternis 1999 in Bitche/Frankreich (K.-L. Bath)