Saturnbedeckung durch den Mond am 3. November 2001

Es war ein seltener und ungemein reizvoller Anblick, der sich Mondbeobachtern am Abend des 3. November 2001 bot: Der noch fast volle Mond näherte sich dem Saturn und bedeckte ihn sogar. Als der Saturn kurz vor dem Eintritt ganz dicht am hellen Mondrand stand, fiel besonders der deutliche Farbkontrast zwischen den beiden Himmelskörpern ins Auge: Während der Mond neutral in verschiedenen Grauabstufungen leuchtete, präsentierte Saturn sich in warmen Cremetönen. Kurz darauf schob sich der Mond vor den etwa 3200 mal weiter entfernten Saturn. Es dauerte knapp 80 Sekunden, bis die Saturnkugel und das gesamte Ringsystem hinter dem Mondrand verschwunden waren. Etwa eine Stunde später tauchte der Ringplanet am gegenüberliegenden dunklen Mondrand wieder auf. Achim Schaller gelang mit dem Refraktor des Kiepenheuer-Instituts für Sonnenphysik auf dem Schauinsland und einer Digitalkamera eine eindrucksvolle Bildserie von der Austrittsphase (Bild). Da der Mond im Vergleich zu Saturn mit wesentlich größerer Flächenhelligkeit leuchtet, mußte Saturn für die Druckwiedergabe aufgehellt werden. -- Wer die Saturnbedeckungen am 3. November und 1. Dezember 2001 versäumt hat, hat am Abend des 16. April 2002 die vorläufig letzte Gelegenheit, solch ein ästhetisch höchst reizvolles Ereignis zu erleben.

Martin Federspiel


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Last Update: 28. Dezember 2001
Martin Federspiel