Ko(s)misches aus Kindermund

Kinder bekommen ja bekanntlich (fast) alles mit! So auch die Begeisterung der Mama für Astronomie. Ein paar Aussprüche und Gedanken unserer zwei - Rebecca, 5J. und unseres Luca, 3J., zum Thema Astronomie, die sie im letzten Jahr von sich gegeben haben, möchte ich an dieser Stelle zitieren, sie sind einfach schön!

- Luca hatte anfangs Schwierigkeiten mit dem Namen "Hale-Bopp". Für ihn war es "Hale-Bock". Ich versuchte ihm zu helfen, indem ich sagte: "Nicht `Hale-Bock', sondern `Hale-Bopp', wie Bobo (des Menschen Allerwertester, Sie verstehen)." Worauf der Komet dann "Hale-Bobo" hieß, und dabei blieb er.

Für Rebecca ist Jupiter, den ich gerne und oft mit dem Teleskop beobachtet habe, "der ganz helle Stern". Oft deutete sie an den Himmel und klärte ihre Mitmenschen auf ...

Die letzte Mondfinsternis war ja recht früh am Abend, und ich versprach den beiden, daß sie noch aufbleiben und schauen dürften. Die rötliche Verfärbung des Mondes ließ in Rebecca die Frage aufkommen, "ob denn morgen der Mond wieder so rot wird".

Über die Mondphasen macht sich eine 5-Jährige folgende Gedanken: "Es gibt einen halb-dicken, einen kurzen und einen dunklen Mond, manchmal sieht er aus wie ein Osterei."

Sehr beschäftigt hat Rebecca, als sie in einer Fernsehsendung über Meteoriten und Asteroiden eine nachgestellte Szene mitbekam, wie ein "kosmischer Brocken" auf unsere Erde fällt. Lange danach hat sie mich immer wieder gefragt: "Passiert das bei uns auch?" Zukunftsängste eines kleinen Mädchens, die ich natürlich versucht habe, ihr zu nehmen, in der stillen Hoffnung, es trifft uns wirklich nie!

Zum Schluß noch ein Kinderreim aus einem Buch, das die beiden sehr mögen:

Sonne, Sonne, die muß lachen,
Mondmann will 'ne Reise machen.
Sogar 'ne Schüssel Haferbrei
Hat er als Proviant dabei.

Darüber lachen wir dann alle! Sie sehen, auch der Nachwuchs macht sich so seine Gedanken, wir sind gespannt auf weitere Äußerungen ...

Judith Gasper