Ein Dobson-Teleskop zu besitzen ist für einen Anfänger ein
großes Erlebnis, vor allem nach viel vorausgegangener Skepsis
trotz unermüdlicher Überzeugungsarbeit von Herrn
Schaller. Ich habe die Entscheidung nicht bereut, beobachte und
genieße vom Balkon meiner Hofsgrunder Wohnung.
Doch der Gedanke an eine Horizonterweiterung ließ nicht lange
auf sich warten. Aber wie bewegt man ein 12"-Dobson, wenn der
Rücken schon erste Schwachstellen aufweist? Der Versuch mit
Pappmodellen eine fahrbare Möglichheit zu entwerfen, scheiterte
schnell an technischen Feinheiten. So suchte ich einen "Fachmann" und
fand diesen in Herrn Robert Rees, Schreiner in Hofsgrund. Er
überlegte, zeichnete, rechnete und konstruierte mit großem
Sachverstand für diese ungewöhnliche Aufgabe.
In das Holzgerüst an der Rockerbox wurden je 2 Metallschienen als Gabelersatz für die 14" Fahrradreifen eingearbeitet. Die größeren Reifen überwinden unebenes Gelände ausgezeichnet, ohne dass das Dobson allzu stark ins Schwanken gerät. Die Bodenfreiheit bei festem Stand ist durch das Hochsetzen der Reifen mit einer stabilen Aufhängung gewährleistet. Zur Not lassen sich die Reifen auch mit einem Handgriff herausnehmen. Innen wurde die Box zusätzlich verstärkt. Die Haltestangen werden in das Holzgerüst eingeschoben und mit einem Sicherungsstift befestigt. Sie lassen sich sehr einfach wieder entfernen. Um ein eventuelles Schwanken des Dobsons zu verhindern, befindet sich innen in der Box eine Schaumstoffeinlage.
Alles das wurde mit einer einer beeindruckenden Präzision
gearbeitet. So habe ich jetzt ein wanderfreudiges Teleskop, sowohl
für den Himmel als auch für den Erdboden.
Gisela Ruthmann