Wir haben uns aber nicht nur gesonnt, sondern auch einige ernsthafte Aspekte der FG Deep-Sky diskutiert, wie Beobachtungsergebnisse, Infomaterial, Kommunikation und Publikationen. So wurde für die Mailingliste der FG ein Name gefunden, den man sich besser merken kann als das bisherige FGDS. Die neue Liste heißt nun deepsky@naa.net. Die Anmeldung kann über die Webseite der FG erfolgen (http://www.naa.net/deepsky). Übrigens: Jeder, der sich für Deep-Sky-Beobachtung interessiert, ist willkommen. Eine förmliche Mitgliedschaft ist nicht erforderlich, auch nicht in der übergeordneten VdS. Die Deep-Skyler sind ein offenes Forum gerade auch für noch nicht so erfahrene visuelle Beobachter. Zur Unterstützung der Mitglieder soll das Infomaterial der FG überarbeitet werden, die aktuellen Infos werden in Magellan, Interstellarum, dem VdS-Journal und natürlich auch auf der Webseite der FG veröffentlicht. Die nächste größere Veranstaltung ist die Deep-Sky-Tagung 2001 vom 15.-17. Juni 2001 auf dem Eisenberg. Für die Veröffentlichung von Beobachtungsergebnissen bieten sich auch die o.g. Zeitschriften an. Auf "Perfektion" kommt es hier ausdrücklich nicht an, sondern auf den Erfahrungsaustausch. Einige Projekte der Deep-Skyler haben schon beachtliche Ergebnisse erzielt, wie die Beobachtung von Quasaren, Galaxiengruppen, Abellhaufen und die Deep-Sky-Liste. Dieses Gesamtbild der Projekte wird in einem "Deep-Sky-Buch" veröffentlicht werden, das voraussichtlich 2001 erscheinen soll.
Das gute Wetter hielt auch am Abend, so dass aus dem Beobachtertreffen ein Treffen von tatsächlich Beobachtenden auf unserer Schauinslandsternwarte wurde. Der Himmel erreichte in dieser Nacht sicherlich die visuelle Grenzgröße 6,5mag, also bester Schwarzwaldhimmel und ein riesen Glück für eine Veranstaltung mit festem Termin. Klaus Spruck und Uli Zehndbauer hatten ihre 17,5 Zoll und 14 Zoll Dobsons mitgebracht und führten uns Planetarische Nebel und Galaxiengruppen vor. Von Wolfgang Steinicke und Klaus Wenzel bekam ich zwei Quasare gezeigt, die ersten, die ich überhaupt je gesehen habe. Insgesamt war das Beobachtertreffen zwar kurz, aber effizient und mit einem begeisternden Ausklang verbunden.
Ulrich Schüly