Der Celestron-14-Traum
Neulich plagte mich ein böser Traum. Eine schwache
Frau beklagte sich bei mir, sie bekomme den
Blechkasten nicht über das C14, worauf zwei starke
Männer dies auch mit letzter Mühe nur zuwege
brachten. Ein anderer erzählte vom Getriebe, es laufe
nicht und knirsche nur mit seinen Zähnen. Zu
schlechter Letzt noch habe das C14 einen Sucher, der
sich seine Richtung nach eigenem Gutdünken suche.
Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder, und
ein Alptraum verzieht sich nach einem freudigen
Erwachen wie ein Sommernebel. Besagte Dame schob
tatsächlich mit einem Liedchen auf den Lippen und
ei(ge)nhändig die blecherne Kiste zur Seite, die
Nachführung schnurrte wie ein Kätzchen, und das
Teleskop freute sich über zwei fest montierte Sucher,
einen dünnen und einen dicken, und zusätzlich ein
Visier, so dass jeder Sternengucker schon anpeilen
kann, was er im Sucher zu finden hofft. Nun sollte
sich ein jeder C14-Freund in einer sternenklaren
Sommernacht vergewissern, was sich so alles
zwischen Weihnachten und Weihnachten auf einer
Sternwarte begeben kann.
K.-L. Bath
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Last Update: 1. September 2001
Martin Federspiel