Schau in den Mai

Der Blick auf's Satellitenbild zeigt uns dicke Wolkenbänder über dem Schwarzwald. Beim Blick aus dem Fenster die Bestätigung: Wolken! Es ist Dienstag, der 30. April 2002. Walpurgisnacht.

Die Schauinslandbahn organisiert ein Bergfest und fährt heute nacht bis 1.00 Uhr. Für uns eine gute Gelegenheit, etwas Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Abseits der "Bergstationsparty" sitzen Achim (Schaller) und ich (Carolin Tomasek) im Auto und warten auf unsere "Mitstreiter". Um 21.00 Uhr taucht am Horizont eine Person auf. Es soll doch erst um 21.30 Uhr losgehen? Wie sich herausstellt, ist es unsere Ana (Nuņez-Ruiz). Kaum habe wir ein paar Worte gewechselt und uns gefragt, ob wohl überhaupt jemand kommen wird, nähert sich eine Gruppe von ca. 30 Leuten der Sternwarte. Wirres Treiben... ein Reporter der Badischen Zeitung und viele Menschen, die sich die Sternwarte und die dazugehörenden Sterne anschauen möchten. Ana und Achim laufen mit den Besuchern Richtung Sternwarte und erzählen dem Reporter und den Leuten etwas über die Sternwarte und die Vereinsaktivitäten. Währenddessen empfange ich eine neue Gruppe ankommender "Touristen" und zeige ihnen Venus und Jupiter, welche aus den kleinen Wolkenlücken herausglitzern. Ein Auto kommt angefahren: Andreas (Masche) und Uli (Schüly) erreichen die Sternwarte.

Zur selben Zeit baut Achim auf der Wiese die Dobsonteleskope auf, um angesichts des bedeckten Himmels wenigstens diese zeigen zu können. Ana macht Führungen durch die Sternwarte. Wie es der Zufall so möchte, klart es teilweise auf, so dass wir doch noch jede Menge Objekte des Maihimmels zeigen können. Voller Begeisterung entstehen hinter den Teleskopen lange Warteschlagen, alle wollen einmal Jupiter mit seinen Monden sehen!

Immer mehr Leute kommen, unter ihnen auch Christian Dahlhoff und Daniel Heymann, die uns mit einem weiteren Teleskop unterstützen, das auch sofort in Betrieb genommen wird. Jeder zeigt, was er kann, und den Leuten gefällt's. Oben am C14 zeigt Uli dieses und jenes, Ana präsentiert mitten in der Arena mit Achims 4"-Refraktor Sternhaufen und Nebel. Und die Leute strömen unaufhörlich weiter. Nach unseren Schätzungen haben zwischen 250 und 300 Leuten in dieser Nacht die Sternwarte besucht - die genaue Zahl werden wir wohl nie erfahren. Kurz nach Mitternacht beschließen wir, die Teleskope einzupacken und erschöpft den Rückweg anzutreten. Die immer noch ankommenden Gipfelstürmer vertrösten wir auf nächstes Mal. Die Schauinslandbahn hat sich dafür wieder einen besonderen Termin ausgedacht: die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November - Halloween. Abschließend kann man nur sagen: Diese Aktion war ein voller Erfolg!!!

Carolin Tomasek


Zurück zur Hauptseite der Sternfreunde Breisgau
Last Update: 16. September 2002
Martin Federspiel