Streifende Sternbedeckung durch den Mond:

97=V480 Tauri

am Dienstag/Mittwoch, den 19./20. September 2000 gegen 23h 28m UTC (1h 28m MESZ) bei Rust

Martin Federspiel

In der Nacht von Dienstag, den 19. September 2000 auf Mittwoch, den 20. September 2000 bedeckt der abnehmende, zu 62% beleuchtete Mond den 5.1 mag hellen, leicht veränderlichen Stern 97 Tauri. Die Bedeckung ist in der Nähe von Freiburg streifend am nördlichen, unbeleuchteten Rand längs einer Linie Schoenau (Elsaß) - südlich Lahr (Schwarzwald).

Das Ereignis findet am Nordrand des Mondes statt (Mondrandprofil siehe unten). Südlich der Grenzlinie (siehe Karte unten) wird der Stern vom Mond bedeckt, nördlich der Grenzlinie nicht. Mehrfachbedeckungen sind bei -2 km bis -5 km (2 km bis 5 km Südost) zu erhoffen.

Die Sternfreunde Breisgau planen eine Beobachtungskampagne südlich von Rust. Wer sich an der Beobachtung beteiligen möchte oder weitere Informationen benötigt, setze sich mit mir in Verbindung:

Otto Farago bereitet eine ähnliche Beobachtungsaktion für den Raum Stuttgart vor. Nähere Informationen finden sich hier.

Wer noch keine streifende Sternbedeckung durch den Mond beobachtet hat, kann sich auf dieser Seite über den Sinn der Beobachtung von streifenden Sternbedeckungen durch den Mond, über technische Probleme bei der Beobachtung und über den organisatorischen Ablauf der Beobachtungskampagne informieren.


Verlauf der nördlichen Grenzlinie der Bedeckung 97 Tau am 19./20.9.2000, angestrebte Gegend für die Beobachtung:

Der genaue Verlauf der nördlichen Grenzlinie in tabellarischer Form nach Berechnungen von E. Riedel und M. Federspiel findet sich hier.

Die nebenstehende Übersichtskarte zeigt den Verlauf der Grenzlinie nach Berechnungen von Dr. Riedel (grün) und von Martin Federspiel (rot) in der Nähe von Rust-Rheinhausen. Die Karte ist hier in voller Auflösung zu sehen (192 kB) und zeigt in einem schwarzen Kasten die Gegend, von der aus beobachtet werden soll. Die Beobachtungsstationen liegen südlich von Rust und östlich von Rheinhausen. Eine genaue Lagebeschreibung und eine detailierte Karte findet sich hier. Genauere Angaben zur Besetzung der Beobachtungsstationen folgen rechtzeitig vor dem Ereignis. Es wird angestrebt, ein Gebiet von +0" bis -2" Bogensekunden im Mondrandprofil entsprechend 0 bis 6 km am Erdboden südöstlich der Grenzlinie durch Beobachtungsstationen abzudecken.

Die erwarteten Mondrandprofile (nach IOTA/ES und Watts) finden Sie hier.


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Martin Federspiel martin@astro.unibas.ch